Kreuzfahrtnews
So
soll Hamburg zur "Weihnachtshauptstadt" werden
(Hamburger Abendblatt
23.11.2009)
Die Märkte sollen 600.000 auswärtige
Besucher anlocken. Allein drei Kreuzfahrtschiffe kommen wegen der Märkte
nach Hamburg.
Fünf Wochen lang wird die Hamburger
Innenstadt nun im Lichterglanz von Weihnachtsmärkten strahlen. Insgesamt
eröffnen - allein in der City - neun Märkte vor dem ersten Advent. Die
Märkte vor dem Rathaus, um die St. Petri-Kirche und an der Spitalerstraße
sollen bis zum 30. Dezember geöffnet bleiben, der „Feuerzauber“-Weihnachtsmarkt
am Jungfernstieg schließt erst in der Silvesternacht in den frühen
Morgenstunden des 1. Januar 2010.
Erstes Kreuzfahrtschiff
hat in Altona angelegt
Hamburg (dpa/lno 18.08.09)
Als erstes Schiff hat die «AIDAaura» am
Samstag an Hamburgs zweitem, noch provisorischen Kreuzfahrtterminal
festgemacht. Sie legte am Morgen im Hafen in Hamburgs-Altona an. Da die neue
Abfertigungshalle noch nicht fertig ist, mussten sich die Passagiere mit
einem Zelt zufriedengeben. Bislang ist unter anderem die Kaimauer erneuert
und der Liegeplatz für Schiffe bis maximal 300 Meter Länge vorbereitet
worden. Das neue Abfertigungsgebäude soll im Sommer 2010 fertig sein. Pro
Jahr sollen bis zu 50 Schiffe in Altona anlegen und so das
Kreuzfahrtterminal in der Hafen-City entlasten. Dort legte am Samstag zum
inzwischen 14. Mal die «Queen Mary 2» an - sie war von einer Norwegen-Reise
zurückgekehrt.
(mallorca-last-minute.com
07.08.09)
Viele Mittelmeer-Kreuzfahrtschiffe
steuern den Hafen von Palma de
Mallorca an, wo sie von
neugierigen Blicken gemustert werden. Im August werden die
Hafen-Spaziergänger jedoch weniger Luxusriesen bewundern können, wie es
sonst für diese Jahreszeit üblich ist. In genauen Zahlen ausgedrückt,
erwartet Palma de Mallorca für August 49
Kreuzfahrtschiffe. Das sind etwa 20 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Auch die Baleareninsel Menorca muss mit rückläufigen Zahlen rechnen. Nur
die Ferieninsel Ibiza darf sich auf mehr Kreuzfahrtschiffe als im Vorjahr
freuen.
Aber bereits im September nimmt die Zahl
der anlegenden Kreuzfahrtschiffe wieder zu und der Hafen von
Palma de Mallorca wird wieder 65 Kreuzfahrtschiffe begrüßen
können. Bis Ende des Jahres 2009 werden sogar 470 Luxusliner Mallorca
auf ihrer Route durchs Mittelmeer angelaufen haben.
Die imposanten Kreuzfahrtschiffe stellen für viele Touristen eine
weitere Attraktion neben den altehrwürdigen Sehenswürdigkeiten der Stadt
dar. Einen eigenen Rekord in dieser Hinsicht erzielte
die Hauptstadt der Mallorca-Insel am 10. Juli 2009. Gleich 5
Kreuzfahrtschiffe lagen an diesem Tag am Club de Mar vor Anker und
insgesamt 14.000 Fahrgäste besuchten die
Sehenswürdigkeiten Palmas. Die Mittelmeer-Kreuzer gehörten zur Flotte
der Reedereien MSC, Thomson Cruises, Costa Crociere und Royal Carribean.
Außerdem erlebte im April diesen Jahres ein solcher schwimmender Palast
seine Schiffstaufe im Hafen von Palma. Dieses
Kreuzfahrtschiff gehörte sogar zur legendären Flotte der
AIDA-Gesellschaft.
Schon im März investierten die Behörden in den Hafen und errichteten ein
neues Dock, welches extra für super große Kreuzfahrtschiffe von mehr als
200 Meter Länge angedacht ist. Außerdem wurden die Gangways saniert und
im Hafen ein Informationscenter eröffnet. Die Kosten für die
Erneuerung des Hafens von Palma betrugen drei Millionen
Euro. Insgesamt wurden jedoch 45 Million Euro investiert, um
die Häfen der Baleareninseln auf Vordermann zu bringen.
Ibiza als Kreuzfahrt-Destination
(Ibiza Tourismus/ibiza-netz.de 28.07.09)
Während fast überall in Europa vor allem
die Tourismusbranche mit den Folgen der Finanzkrise zu kämpfen hat, erfreuen
sich
Kreuzfahrten ungebrochener Beliebtheit und verzeichnen weiterhin
Zuwächse, wenn auch etwas geringer als in den vergangenen Jahren. Die
Balearen können von diesem Trend in ihrer Gesamtheit allerdings nicht
profitieren, da Mallorca und Menorca in diesem Sommer weniger
Kreuzfahrtschiffe in ihren Häfen begrüßen dürfen als noch im Vorjahr.
Alleine auf Ibiza haben sich mehr Kreuzfahrten angekündigt, was die
Beliebtheit der drittgrößten Insel der Balearen nachdrücklich unterstreicht.
Während die Kreuzfahrten auf Mallorca im
August dieses Jahres nach den derzeitigen Prognosen um 20 Prozent einbrechen
werden, beläuft sich das Minus auf der Nachbarinsel Menorca sogar auf
geschätzte 31,2 %. Der Zuwachs auf Ibiza kann den Verlust auf Mallorca und
Menorca nur teilweise ausgleichen, so dass die Balearen bei den Kreuzfahrten
im August leicht an Boden einbüßen werden. Besserung ist jedoch schon im
September in Sicht, wenn in Palma de Mallorca wieder 65 Kreuzfahrtschiffe
und damit 16,5 % mehr als im Vorjahresmonat erwartet werden. Ähnlich
optimistisch sehen die Prognosen für Ibiza und Menorca aus, mit
kurzfristigen Änderungen ist dabei aufgrund der feststehenden Routen der
Kreuzfahrten kaum noch zu rechnen.
Da die meisten Kreuzfahrten auf Ibiza nicht
enden, sondern nur einen Zwischenstopp einlegen, eignet sich diese
Baleareninsel im Gegensatz zu Mallorca weniger für einen anschließenden
Badeurlaub. Wer die Überfahrt mit der Fähre nicht scheut, kann
beispielsweise in einer
Ferienwohnung in
Sant Jordi auf Ibiza fündig werden. Ein Ferienort gleichen Namens gibt
es im Übrigen auch auf Mallorca, wozu wir ebenfalls Ferienwohnungen im
Angebot haben.
Bremer Reederei
setzt auf exklusive Kreuzfahrten für Premium-Kunden
(weser-ems.business-on
28.07.09)
Bremen. Eines der beliebtesten Kreuzfahrtschiffe Deutschlands wird
den Wünschen seiner Passagiere angepasst und umfangreich modernisiert: Die
"MS Astor" erhält zusätzliche Suiten sowie Kabinen mit Balkon. "Wir
verstärken die Vorteile eines exklusiven und guten Schiffes", kündigt
Geschäftsführer Peter Waehnert an.
Die umfangreichen Modernisierungen, die
nach Unternehmensangaben auf Basis einer großen Kundenbefragung durchgeführt
werden, sollen innerhalb von 44 Tagen bei der Lloyd Werft in Bremerhaven
umgesetzt werden. So sollen alle Kabinen der "MS Astor" im Rahmen der
Modernisierung ein neues, hochwertiges Ausstattungsdesign in warmen
Holztönen erhalten
Neue
Strategie: exklusive Kunden im Fokus
Mit zusätzlichen, speziell für die
Passagiere der "Astor" organisierten Veranstaltungen möchte das Bremer
Unternehmen Transocean Tours außerdem sein 176 Meter langes Schiff gegen die
Megaliner im Markt positionieren: "Ein Barbecue am Südsee-Strand, ein
exklusiver Silvesterball in Singapur oder ganz außergewöhnliche
Landausflüge, mit solchen Maßnahmen entwickeln wir die 'Astor' weiter",
beschreibt Peter Waehnert die künftige Unternehmensstrategie der Reederei.
"Und mit maximal 584 Passagieren lassen sich nicht nur interessantere Routen
mit kleineren Häfen ansteuern, sondern vor allem auch Kreuzfahrten ohne den
Nachteil von Massentourismus realisieren," ergänzt er.
Kreuzfahrtschiff "Equinox"
verlässt das Baudock
Papenburg - Das 317 Meter lange
Luxuskreuzfahrtschiff "Equinox" hat das Baudock der Meyer Werft
verlassen. Vor den Augen von mehreren Hundert Zuschauern fuhr das Schiff
für die US-Reederei Celebrity aus der Halle in das Becken der
Traditionswerft. Dort sollen in den kommenden zwei Wochen weitere
Ausrüstungsarbeiten vorgenommen werden. Branchenkreisen zufolge kostete
das fahrende Hotel mehr als 500 Millionen Euro.
Ein frischer Wind
zum Empfang - Kiel eröffnet die Kreuzfahrtsaison
(welt.de
23.04.09)
Kiel - Mit ihrem ersten Besuch am
Kieler Ostseekai hat die neue "AIDAluna" am Mittwoch die Kreuzfahrtsaison
2009 in der Hafenstadt eröffnet. Ein Feuerlöschboot begrüßte das jüngste
Mitglied der "AIDA"-Familie am Morgen traditionell mit Wasserfontänen in
der Förde und geleitete es zu seinem Liegeplatz. Das gut 250 Meter lange
Schiff, das Platz für rund 2000 Passagiere bietet, kreuzt derzeit quer
durch die Ostsee und steuert dabei neben Kiel unter anderem auch
Kopenhagen und Oslo an. Insgesamt haben sich für die Saison 20
Kreuzfahrtschiffe zu Besuchen in Kiel angemeldet. Sie werden die Förde
zusammen 117 Mal ansteuern. Leicht getrübt wurde der Saisonauftakt am
Mittwoch vom schlechten Wetter. Statt des Sonnenscheins der vergangenen
Tage empfingen Wolken und kühler Wind die Passagiere. Anders als erwartet
sei deswegen auch die Zahl der Zuschauer am Ufer der Förde eher gering
ausgefallen, sagte ein Hafensprecher. Trotz Wirtschaftskrise rechnet der
Kieler Hafen bis Ende September mit bis zu 250 000 Passagieren - im
Vorjahr waren es 222 000. Die Kapazitäten für die Abfertigung wurden daher
vor Saisonbeginn erneut erweitert. Höhepunkte der Saison sind die Anläufe
der "Costa Magica" und der "MSC Orchestra", der beiden größten
Kreuzfahrtschiffe, die jemals am Ostseekai festgemacht haben und an sechs
Terminen auch gleichzeitig in Kiel anlegen.
Wann kapern Piraten den ersten Luxusliner?
(hamburger abendblatt 28.04.09)
DSCHIBUTI/HAMBURG Erst waren es nur
Frachter, aber jetzt machen die somalischen Piraten auch vor
Kreuzfahrtschiffen nicht mehr halt. Am Wochenende griffen sie die
deutsch-italienische "MSC Melody" mit 1500 Menschen (darunter 38 Deutsche)
an Bord an. Zum Glück gelang es bewaffneten Sicherheitsleuten durch
Warnschüsse und mithilfe von Feuerlöschern, die Piraten abzuwehren. Doch die
Angst vor weiteren Angriffen auf Kreuzfahrtschiffe wächst zunehmend.
Die bange Frage: Wann kapern die Piraten den ersten Luxusliner? Mindestens
vier große Kreuzfahrer werden laut Experten in den nächsten Tagen die
gefährliche Passage durch den Indischen Ozean und den Golf von Aden
antreten. Die meisten fahren in Konvois und sind durch Sicherheitsleute
geschützt.
Die Hamburger Reederei "Hapag Lloyd" schützt ihre Kundschaft auf spezielle
Weise vor Piratenangriffen. "Solange die Warnung des Auswärtigen Amtes für
Reisen in die Gewässer vor Somalia besteht, werden wir nicht mit Passagieren
durch dieses Gebiet fahren", erklärt Reederei-Sprecherin Negar Etminan.
Deshalb bleibt wie schon im Dezember 2008 bei der "MS Columbus" nur die
Besatzung an Bord, während den Passagieren alternativ zur Überfahrt ein
Landprogramm angeboten wird.
Auch Kapitän Ciro Pinto von der "MSC Melody" war sich der Gefahr bewusst.
Deshalb hatte er, um das kritische Gebiet zu umfahren und das Risiko zu
senken, die Route geändert und bewaffnete Spezialisten des israelischen
Geheimdienstes Mossad an Bord geholt.
Doch die Seeräuber werden immer dreister, haben ihre Kampfzone inzwischen
ausgeweitet, machen sich sogar lustig über Marineschiffe, die ihre Angriffe
vereiteln sollen. Und: Deutsche Kapitäne und Reeder warnen eindringlich vor
bewaffnetem Sicherheitspersonal, wie es die "MSC Melody" an Bord hatte: "Wir
glauben, dass das die Gefahr für die Besatzung deutlich erhöht", so Max
Johns vom Verband Deutscher Reeder. Auch Karlheinz Follert vom Verband
Deutscher Kapitäne mahnt: "Normale Seeleute auf zivilen Schiffen sind
professionellen Seeräubern nicht gewachsen. Piraten haben die besseren
Waffen und können besser damit umgehen."
Kreuzfahrtbranche in der
Krise, nur noch mit
Rabatten läufts
(n-tv 24.04.09)
Angesichts der Rezession lassen sich viele
Urlauber nur noch mit Rabatten auf Kreuzfahrtschiffe locken. Deshalb
rutschte die Nummer zwei der Branche, Royal Caribbean Cruises, zu
Jahresanfang in die roten Zahlen. Das in Miami ansässige Unternehmen verlor
zwischen Januar und März bei einem sinkenden Umsatz 36 Millionen Dollar,
nachdem es vor einem Jahr noch einen Gewinn von 76 Millionen Dollar
eingefahren hatte.
Der Konzern klagte, die Menschen gäben weltweit weniger für den Urlaub aus.
Erst Anfang des Monats hatte Branchenprimus Carnival Corp seine
Geschäftsprognosen gesenkt.
Die Aktien von Royal Caribbean schossen dennoch an der New Yorker Börse um
13 Prozent in die Höhe, weil das Minus dank niedrigerer Spritkosten nicht
ganz so hoch ausfiel wie erwartet.
Hamburg (dpa/tmn 10.02.09)
Mehr als 300 Schiffe aus aller Welt und
rund eine Million Besucher werden zum 820. Hamburger Hafengeburtstag
erwartet. Die Hansestadt feiert in diesem Jahr vom 8. bis 10. Mai.
Das Partnerland ist dabei ein Staat ohne
direkten Zugang zum Meer: die Schweiz, die sich nach Angaben der
Veranstalter unter anderem mit dem «Schweiz-Basel-Festival» an der
Kehrwiederspitze präsentiert. Zu den weiteren Höhepunkten soll das
traditionelle «Schlepperballett» an den Landungsbrücken gehören, bei dem am
9. Mai ab 18.00 Uhr mehrere Hafenschlepper zu klassischer Musik Pirouetten
auf dem Wasser drehen.
Auch sonst sollen die Hamburger und ihre
Gäste einiges zu sehen bekommen. Zu den Schiffen, die zum Hafengeburtstag
kommen, zählen die Großsegler «Mir» und «Sedov», die mit 117,5 Metern Länge
als größter Windjammer der Welt gilt. Außerdem werden nach
Veranstalterangaben die Kreuzfahrtschiffe «MS Deutschland», «Amadea»,
«Delphin Voyager», «Aidacara» und «Fram» erwartet. Die Bundesmarine schickt
die Fregatte «Hamburg» in ihre Patenstadt. Und nicht nur auf dem Wasser,
auch in der Luft gibt es ein Programm: Die Schweiz lässt an allen drei Tagen
des Festes ihre Kunstflugstaffel «Patrouille Suisse» über den Hafen fliegen.
Ab 22.30 Uhr gibt es am 9. Mai zudem ein großes Feuerwerk.
Infos zur Veranstaltung:
www.hafengeburtstag-hamburg.de
Kreuzfahrtboom in der Arktis
(dpa 30.9.08)
Wer sich auf eine Reise
in die Arktis begibt, sollte darauf achten, dass er sich für das richtige
Schiff entscheidet. Denn der Trip durch die Eiswüste birgt auch Gefahren.
In der Antarktis wird es enger: Immer mehr
Kreuzfahrtschiffe zieht es an die von Eis überzogene Küste des
Südkontinents, zu Tafelbergen, Kaiserpinguinen und Weddellrobben. Hatten
sich im Jahr 1992 noch rund 6000 Naturbegeisterte auf den Weg gemacht, so
waren es in der vergangenen Saison bereits gut 46.000 Reisende. Das Geschäft
boomt, und so wächst die Zahl der Reedereien, die ihre Schiffe ab November
gen Süden schicken. Die Folge: Immer häufiger brechen nicht nur
Expeditionsschiffe mit geeigneten Eisklassen zum Abenteuer Antarktis auf,
sondern auch normal ausgestattete Kreuzfahrtschiffe. Ein Trend, der Gefahren
birgt?
Die im Jahr 1991 von sieben Antarktis-Reiseveranstaltern gegründete
International Association of Antarctica Tour Operators (IAATO) regelt jedes
Jahr neu, welches Schiff wo fahren und anlanden kann. Zwei Schiffe auf
einmal in einer einsamen Bucht - das soll dadurch vermieden werden. Es
dürfen auch nicht mehr als 100 Passagiere auf einmal an Land, und nach vier
Stunden muss die Fahrt weitergehen. Vergangene Saison musste die IAATO das
für 61 Schiffe machen - noch vor fünf Jahren waren nur 35 Kreuzfahrer
einzutakten.
Nur Eisbrecher dringen
weiter vor
«Die meisten
Schiffe fahren vernünftigerweise die eisfreie Passage», sagt Johannes
Zurnieden, Vizepräsident des Deutschen Reiseverbandes (DRV) in Berlin und
als Geschäftsführer von Phoenix Reisen in Bonn selbst in dem Geschäft mit
Seereisen aktiv. Besucht werde meistens vor allem der nördliche Teil der
Antarktischen Halbinsel, «das reicht für das Erlebnis Antarktis auch». Nur
Eisbrecher und stark eisverstärkte Schiffe dringen weiter vor.
Wer in die Antarktis fährt, möchte auch gerne Pinguin- und Robbenkolonien
besuchen. Schiffen mit mehr als 500 Passagieren jedoch wird eine Anlandung
von der IAATO nicht erlaubt. Das sollte jeder bedenken, der sich ein
Expeditionserlebnis verspricht. Die bislang größten Schiffe schickte die
nordamerikanische Reederei Princess Cruises in Richtung der Antarktischen
Halbinsel: im vergangenen Jahr die «Golden Princess» mit 2600 Passagieren
und 1100 Mann Besatzung, dieses Jahr das Schwesterschiff «Star Princess».
Auf den Reisen dieser Schiffe sollte man ein gutes Fernrohr mitnehmen.
Mindestens fünf Meter
Abstand zu den Tieren
«Es gibt leider
eine mangelnde Sensibilität, was die Tonnage angeht, mit der diese Gebiete
bereist werden», sagt Sebastian Ahrens, Geschäftsführer von Hapag-Lloyd
Kreuzfahrten in Hamburg. Hapag-Lloyd hatte einst die Gründung der IAATO mit
initiiert, wünscht sich aber inzwischen statt einer reinen Selbstregulierung
strenge Vorschriften wie in souveränen Staaten: «Wenn Sie zum Beispiel vor
bestimmten Abschnitten der norwegischen Küste fahren, gucken die Norweger
genau hin. Für die Antarktis aber gibt es keine klaren Regeln», so Ahrens.
Im Gegenteil: Der Kontinent ist laut dem
Antarktisvertrag für jeden frei zugänglich - aber abgesehen von
Forschungsstationen nahezu unbewohnt. Lediglich rund 4000 Menschen -
Militärs, Wissenschaftler und Hilfspersonal - leben in der 14 Millionen
Quadratkilometer großen Eiswüste. Da wegen der großen Kälte alle organischen
Prozesse wie der Abbau von Abwässern extrem verlangsamt sind, ist das auch
gut so.
Je mehr Besucher
jedoch in die Antarktis reisen, desto schwieriger wird es für das
ökologische System. Zwar gibt es Vorschriften für die Landgänge. So werden
etwa Schuhe vorher und nachher desinfiziert, außerdem gilt: «Nichts
hinterlassen und nichts mitnehmen». Zu Tieren muss mindestens fünf Meter
Abstand eingehalten werden. Die meisten Besucher halten sich auch daran.
Aber eben nicht alle - und je mehr Menschen kommen, umso häufiger wird
dagegen verstoßen.
Immer mehr Schiffe haben
keine Eisklasse
Auch für
Mannschaften und Schiffe hat die IAATO einen Verhaltens- und Qualitätskodex
erlassen. So muss die Crew zu 75 Prozent bereits Antarktis-Erfahrung haben,
gefahren wird mit Diesel-Gasöl und nicht mit Schweröl. Das Brauchwasser muss
wieder aufbereitet und der Müll zurückgenommen werden. «Diese Kriterien sind
absolute Mindeststandards, die man für diese Gegend ansetzen muss», betont
Caroline Schacht von der Naturschutzorganisation WWF in Hamburg. «Leider
gibt es immer noch viel zu viele Reedereien, die diese Verträge nicht
unterschrieben haben», erklärt die Meeresbiologin.
Immer mehr Schiffe haben auch keine
Eisklasse, was ebenfalls auf Kosten des Naturerlebnisses geht - sofern die
Reedereien vorsichtig sind. «Sobald Eis in die Nähe kommt, sind die nicht
eisverstärkten Schiffe sehr schnell weg», sagt Benjamin Krumpen von Phoenix
Reisen. Weiter vor wage sich nur, wer besser gerüstet ist. Phoenix ist mit
der «Alexander von Humboldt» - Eisklasse 1C - pro Saison zweimal in der
Antarktis.
Zurnieden bestätigt diese Einschätzung:
«Ein Schiff, das in diesem Gebiet auf Expedition fährt, muss im Prinzip ein
Eisbrecher sein.» Ein solcher Eisbrecher ist etwa die «Kapitan Khlebnikov»,
1981 in Finnland gebaut. Auch die einstigen Forschungsschiffe «Akademik
Shokalskiy» und «MS Ushuaia» sind gut eisverstärkt. Aber es gibt auch
eisverstärkte Expeditionsschiffe, die von vorneherein nur für Kreuzfahrten
gebaut wurden: Die «MS Bremen» und die «MS Hanseatic» von Hapag-Lloyd
Kreuzfahrten haben die hohe Eisklasse 1ASuper, die «MS Fram» der
norwegischen Postschifflinie Hurtigruten Eisklasse 1B.
Markt Antarktis wird
immer schwieriger
Dass eine Fahrt ins Eis gefährlich ist, zeigte im vergangenen Winter der
Untergang der «Explorer». Das kanadische Kreuzfahrtschiff mit hoher
Eisklasse sank 15 Stunden nach der Kollision mit einem Eisberg etwa 1000
Kilometer südlich von Kap Hoorn. Zwar kam niemand ums Leben, weil ein
anderes Kreuzfahrtschiff rechtzeitig zu Hilfe kam, aber grundsätzlich sind
Havarien in der Antarktis extrem gefährlich: Die Luft hat Minusgrade, das
Wasser nur ein Grad - man kühlt im Rettungsboot schnell aus. Und die Retter
von Land sind fern. Erste Reedereien reagieren auf das Gedrängel im Eis
bereits mit Rückzug: Die «Vistamar» von Plantours & Partner in Bremen wird
diese Saison im Indischen Ozean fahren statt zwischen Eisbergen. Und
Hurtigruten schickt zur Saison 2008/09 nur noch die «MS Fram» und nicht mehr
wie bisher auch die «MS Nordnorge» zu den Pinguinen. Geschäftsführer Bernd
Stolzenberg in Hamburg begründete diesen Schritt mit dem «immer schwieriger
werdenden Markt Antarktis.»
Was zieht Menschen überhaupt in die
Eiswüste? Immerhin ist die Antarktis der kälteste und windigste Kontinent:
Minus 89,6 Grad und Winde mit über 300 Stundenkilometern wurden hier
gemessen. Nur im antarktischen Sommer von Ende November bis März hat es 0
bis minus 5 Grad. Dann schlüpfen auch die Pinguine, und die Robben werfen
ihre Jungen. Februar und März sind die besten Monate zur Walbeobachtung. Es
ist also wohl das Erlebnis der puren Natur, das anzieht. «Eine Reise in die
Antarktis ist der schönste Eindruck, den man haben kann», meint Zurnieden -
das hat sich anscheinend herumgesprochen.
Neuer Riese verlässt
das Dock
(18.8.08 dpa)
500 Millionen Euro teuer, 315 Meter lang und
37 Meter hoch: Mit der „Celebrity Solstice” hat das größte jemals in
Deutschland gebaute Kreuzfahrtschiff die Meyer Werft in Papenburg verlassen.
Am 27. September wird der Gigant über die schmale Ems in die Niederlande
überführt.
PAPENBURG - Das größte Kreuzfahrtschiff,
das jemals in Deutschland gebaut wurde, hat am Sonntag das Baudock der
Papenburger Meyer Werft verlassen. Vor mehreren tausend Schaulustigen
wurde die "Celebrity Solstice" nach Angaben eines Werftsprechers langsam
ins Hafenbecken gezogen. Der etwa 500 Millionen Euro teure Kreuzfahrtriese
für die US-Reederei Celebrity Cruises ist 315 Meter lang und 36,8 Meter
breit. Er bietet Platz für fast 2900 Passagiere in 1430 Kabinen.
"Das Schiff ist am Pier vertäut. Jetzt
folgen noch zahlreiche Tests", sagte Peter Hackmann von der Meyer Werft am
Sonntagmorgen. Am Ausrüstungskai sollen nun die restlichen Arbeiten an dem
neuen Kreuzfahrtriesen verrichtet werden. An diesem Montag werden die
beiden Schornsteine der "Celebrity Solstice" montiert. Die Überführung
über die Ems ins niederländische Eemshaven ist für den 27. September
geplant. Das elegante Schiff soll am 23. November zur Jungfernfahrt in die
Karibik starten.
Es erreicht eine Geschwindigkeit von 24
Knoten (etwa 44 Kilometer pro Stunde). Rund 85 Prozent der Kabinen haben
einen eigenen Balkon. "Es gibt einen Theatersaal für mehr als 1000 Gäste",
sagte Hackmann. Auf dem obersten Schiffsdeck wird es einen echten Rasen
geben, auf dem die Passagiere Golf, Boccia und Kricket spielen können.
Außerdem haben sie die Wahl zwischen zehn verschiedenen Restaurants und
vielen Geschäften.
Die Papenburger Werft baut zwei bis drei
Luxusliner pro Jahr und ist bis Ende 2012 ausgelastet. 2007 hat sie
eigenen Angaben zufolge mit rund 2500 fest angestellten Mitarbeitern etwa
800 Millionen Euro umgesetzt. Beim Bau der Kreuzfahrtschiffe sind etwa
1800 Lieferanten im Jahr beteiligt. (dpa)
Hamburg Cruise Days,
die
"Königin" ist schon da.
(30.07.08 n-tv.de)
Der Ozeanriese "Queen Mary 2" ist in der Nacht
zum Mittwoch zu einem 24-stündigen Besuch in Hamburg eingelaufen. Die rund
345 Meter lange "Königin der Meere" traf gegen 1.10 Uhr an den
Landungsbrücken ein. Die Ankunft der "Queen Mary 2" ist diesmal zugleich der
Auftakt zu den ersten Hamburg Cruise Days. Diese werden am Abend von Bord
des Schiffes aus eröffnet. Elbe und Hafen werden zur Bühne für insgesamt
sieben schwimmende Schönheiten.
Mit den Hamburg Cruise Days feiert die Hansestadt ein neues maritimes
Spektakel. Gäste wie Schauspieler Til Schweiger und Ex-Tennis-Profi Boris
Becker haben sich angekündigt.
Die Kreuzfahrtschiffe "Deutschland", "Columbus", "AIDAaura" und die "Astor"
werden ebenso dabei sein wie der Windjammer "Sedov" und das Museumsschiff
"Cap San Diego". Zwei Schiffsparaden, Feuerwerke sowie Shows an Land und auf
dem Wasser stehen auf dem Programm. Zu den Höhepunkten des Festes zählt
allabendlich die Verwandlung des Hamburger Hafens in den "Blue Port" - ein
Projekt von Lichtkünstler Michael Batz. Der Auftakt für die Illumination
erfolgt beim "Grand Opening" am Mittwochabend in der Hafencity.
Die Kreuzfahrtschiffe selbst sind nach Veranstalterangaben aus
Sicherheitsgründen für das Publikum nicht geöffnet. Auf der "Sedov" und der
"Cap San Diego" dagegen können Besuche und Fahrten während der Cruise Days
gebucht werden.
Die "Queen Mary 2" gibt sich schon Stunden vor der offiziellen Eröffnung die
Ehre: Nachtschwärmer und Frühaufsteher können ihre Ankunft am frühen
Mittwochmorgen um 2.30 Uhr in der Hansestadt begleiten. Zu den Höhepunkten
des Festes zählt allabendlich die Verwandlung des Hamburger Hafens in den
"Blue Port" - ein Projekt von Lichtkünstler Michael Batz. Der Auftakt für
die Illumination erfolgt beim "Grand Opening" am Mittwochabend in der
Hafencity. Zuerst werden das Hamburg Cruise Center und die "Queen Mary 2" in
das blaue Licht getaucht, dann wandert es weiter das südliche Elbufer
entlang bis es wieder in der Hafencity ankommt.
Fernweh dürfte bei vielen Hamburgern und Touristen geweckt werden, wenn die
Reedereien auf einer Kreuzfahrtmesse in der Fischauktionshalle über Reisen,
Routen und Schiffe informieren. In der Hafencity, in der Innenstadt und an
den Landungsbrücken gibt es unter anderem Live-Musik wie von den Rudolf Rock
Allstars mit Hugo Egon Balder sowie Videowände, Infostände und kulinarische
Angebote.
Bei ihrer Abreise wird die "Queen Mary 2" erneut zur "Königin der Nacht":
Sie verlässt die Hansestadt am Donnerstag um 4.00 Uhr. Wenige Stunden nach
ihr trifft das weltgrößte Segelschulschiff "Sedov" ein. Die "Deutschland",
"Astor" und "AIDAaura" laufen am Sonnabend ein, die "Columbus" am Sonntag.
Feuerwerke krachen zu den großen Schiffsparaden am Samstag- und
Sonntagabend. Das Kreuzfahrtfestival endet am Sonntag (3. August) um 22.30
Uhr - dann erlischt der "Blue Port". Die Cruise Days sollen künftig alle
zwei Jahre Hamburg als attraktiven Ort für Kreuzfahrtschiffe und ihre
Reedereien präsentieren.
Traumschiffe steuern Hamburg
an
Hamburg (29.07.08 dpa/lno)
Mit den ersten Hamburg Cruise Days feiert
die Hansestadt in dieser Woche ein neues maritimes Spektakel. Die «Queen
Mary 2» sowie weitere der schönsten und größten Kreuzfahrtschiffe der Welt
nehmen dazu gleichzeitig Kurs auf die Hansestadt. Elbe und Hafen werden zur
Bühne für insgesamt sieben schwimmende Schönheiten. Das fünftägige Fest
beginnt am Mittwoch mit der Ankunft der auch Königin der Meere genannten
«Queen Mary 2». Die Kreuzfahrtschiffe «Deutschland», «Columbus», «AIDAaura»
und die «Astor» werden ebenso dabei sein wie der Windjammer «Sedov» und das
Museumsschiff «Cap San Diego». Zwei Schiffsparaden stehen auf dem Programm.
Cruise Days 2008 - Das größte
Kreuzfahrer-Festival aller Zeiten in Hamburg
(22.7.08 abendblatt.de)
Hafen: Vom 30. Juli bis 3. August besuchen
fünf große Passagierschiffe die Hansestadt. An der Parade nehmen auch die
"Cap San Diego" und das Segelschiff "Sedov" teil.
Die Welle der Begeisterung begann vor vier
Jahren mit dem Besuch der "Queen Mary 2". Zu dem jetzigen Treffen werden
eine Million Besucher erwartet. Der Wendepunkt kam mit der "Queen Mary 2".
Hunderttausende Hamburger begrüßten das immer noch längste Passagierschiff
der Welt vor vier Jahren, als es kurz nach dem Stapellauf die Hansestadt
anlief. Es war wie ein Ritterschlag für den Kreuzfahrt-Standort Hamburg.
Seitdem verdoppeln sich mit jedem Jahr die Anläufe von Luxuslinern in
Hamburg. "Die Reedereien haben Hamburg als neues Ziel entdeckt", sagt
Dietrich von Albedyll, Chef der Hamburg Tourismus GmbH. Und Hamburg
zelebriert nun diese Entdeckung vom 30. Juli bis 3. August mit den Hamburg
Cruise Days - eine Art Kreuzfahrt-Festival in der Stadt, das sich künftig
alle zwei Jahre wiederholen soll. "Niemals zuvor waren so viele große
Traumschiffe gleichzeitig in der Stadt", schwärmt Cruise-Days-Initiator
Carlo Blumenberg.
Fünf Kreuzfahrtschiffe werden während der
ersten Hamburg Cruise Days erwartet. Auch Hamburgs Museumsfrachter "Cap San
Diego" und der weltweit größte historische Windjammer "Sedov" werden dabei
sein. Alle Schiffe stehen für unterschiedliche Kreuzfahrt-Konzepte, die
mittlerweile am Markt angeboten werden: Luxus-, Sport-, Club- und
Themenreisen etwa, oder auch Segelcharter und Frachtschiff-Touristik. Spaß
in der Karibik, Fahrten zu Golfplätzen in aller Welt oder auch klassische
Bildungsreisen in die Antarktis oder zu griechischen Tempeln werden
angeboten. Selbst höchstspezielle Kreuzfahrten für "Flintenschützen" oder
Schwule finden sich in den Katalogen. Günstige Reisen kosten dabei zwischen
75 und 125 Euro pro Tag, hat der Deutsche Reiseverband (DRV) ermittelt.
Praller Luxus sei ab Tagespreisen von 250 Euro zu haben.
"Die Themen Kreuzfahrt und
Kreuzfahrtschiffe sollen bei den Cruise Days auch im Mittelpunkt stehen",
sagt Blumenberg. Zwar gibt es auch Musikveranstaltungen, Gastronomie und
Schiffsparaden. "Es ist aber kein Hafengeburtstag mit einer durchgehenden
Hafenmeile", so Blumenberg. Die Stars seien die Kreuzfahrtschiffe.
Inszeniert von einer in blaues Licht getauchten Hafenszenerie, die von
Lichtkünstler Michael Batz entworfen ist. Am eindrucksvollsten dürfte dabei
der Sonnabend (2.8.) sein, wenn bei der großen Schiffsparade abends drei
Kreuzfahrer, die beiden Oldies und etliche Fahrgastschiffe gemeinsam im
blauen Licht durch den Hafen gleiten. Der Hafen wird dann zur größten Bühne
der Stadt und viele Menschen auf den Schiffen können mitspielen.
Wie viele Besucher zu den einzelnen
Veranstaltungen kommen werden, ließe sich aber schwer abschätzen, heißt es
beim Veranstalter Hamburg Marketing GmbH. Doch Tourismus-Chef Albedyll
glaubt, dass es eine Menge sein werden. Seit Wochen wirbt das städtische
Unternehmen mit speziellen Cruise-Days-Paketen. Hotel, Stadtrundfahrt und
nächtliche Lichterfahrt auf der Elbe inklusive. Rund 360 000
Hamburg-Touristen zählt die Tourismus GmbH täglich. Während der fünf Cruise
Days könnten rund eine Millionen zusätzliche Gäste kommen, vermutet Albedyll.
"Sehr grob geschätzt." Aber der Tourismus-Experte hat Erfahrungswerte: Viele
Touristen verbinden ihren Besuch der Stadt mit einem Ausflug zum
Kreuzfahrt-Terminal. Rund 80 solcher Traumschiffe werden in diesem Jahr
Hamburg anlaufen, etwa 100 000 Passagiere ein- und aussteigen. Kreuzfahrer
und Kreuzfahrtgucker sorgen dabei für einen Umsatz von knapp 90 Millionen
Euro in der Stadt.
Mit diesen Zahlen ist Hamburg auf dem Weg
zur wichtigsten Kreuzfahrtstadt des Landes. Zwar werden in Warnemünde
(Mecklenburg-Vorpommern) in diesem Jahr mehr als 100 Kreuzfahrtschiffe
erwartet, doch in Hamburg sind es mehr Zuschauer, die sie empfangen. "Es ist
auch noch genügend Potenzial für alle Häfen da", sagt Torsten Schäfer vom
Deutschen Reiseverband. Erst 1,4 Prozent aller in Deutschland registrierten
Reisen seien Kreuzfahrten, in Großbritannien beispielsweise liege die Zahl
bei vier Prozent. "Der Kreuzfahrtboom in Hamburg", so glaubt Schäfer, "der
ist daher noch lange nicht zu Ende".
Längste Kreuzfahrtschiffe
der Saison gleichzeitig in Warnemünde
(dpa 27.5.08)
Rostock
(dpa) Im Kreuzfahrthafen Rostock-Warnemünde legen heute die
beiden längsten Kreuzfahrtschiffe der diesjährigen Saison an. Am Morgen
soll zunächst die 294 Meter lange „Celebrity Constellation“ mit 2000
Passagieren festmachen, kurz darauf soll die 295 Meter lange „Norwegian
Jewel“ mit 2300 Gästen an Bord folgen. Am Abend werden beide Schiffe mit
einer Hafenparty und einem Feuerwerk wieder verabschiedet. In dem
Ostseebad werden bis September 30 verschiedene Luxusliner zu insgesamt 116
Besuchen erwartet. Dabei werden sie voraussichtlich 170 000 Passagiere
mitbringen - so viele wie nie zuvor.
Hamburg begrüßt
japanisches Kreuzfahrtschiff
(Welt online 22.5.08)
Erstmalig machte ein japanisches
Kreuzfahrtschiff in Hamburg fest. Die "Nippon Maru" der japanischen
Reederei MOL wurde in der Hansestadt feierlich Willkommen geheißen. Eine
Hafendelegation begrüßte gemeinsam mit dem Staatsrat Gunther Bonz (Behörde
für Wirtschaft und Arbeit), dem neu amtierenden japanischen Generalkonsul
Seisuke Narumiya und Tetsuya Minato (Leiter MOL Europa) die "Nippon Maru".
Das Kreuzfahrstschiff befindet sich auf Weltreise und blieb zwei Tage im
Hamburger Hafen.
Kreuzfahrten immer
beliebter
(ahgz 21.5.08)
BRÜSSEL. Vier Millionen Europäer haben ihren Urlaub im vergangenen Jahr
auf hoher See verbracht. Das sind 600.000 mehr als noch vor zwei Jahren.
2003 hatte die Zahl der Schiffsreisenden noch bei 2,6 Millionen gelegen.
Sechs von zehn Seereisen, so zeigt eine vom European Cruise Council
veröffentlichte Studie, führen durchs Mittelmeer oder streifen die
Kanarischen Inseln, vierundzwanzig der Reisen haben die Karibik oder
andere Orte in Übersee zum Ziel. 16 Prozent der Kreuzfahrten führen nach
Nordeuropa.
In Deutschland hat die Zahl der Kreuzfahrturlauber seit dem Jahr 1995
um 250 Prozent zugenommen. Im Jahr 2007 haben 762.000 Deutsche eine
Seereise gebucht.
Aida Cruises tauft
«Aidabella»
(m&c 21. Apr 2008)
Warnemünde (dpa/tmn) - Die
«Aidabella» ist der mittlerweile sechste Cruiseliner mit dem rotem Kussmund
am Bug: Am Mittwoch (23. April) wird das neueste Schiff der Reederei
AIDA Cruises in Warnemünde getauft.
In Warnemünde ist die «Aidabella» auch zu
Hause: Von dem traditionsreichen Ostseehafen wird sie zu siebentägigen
Touren zu den großen Hafenstädten in Nord- und Ostsee aufbrechen. Schon die
Jungfernfahrt führt nach Oslo, Göteborg und Kopenhagen. Im Winter 2008/09
kreuzt das Schiff vor den Kanarischen Inseln.
Gemütlich vor allem soll die «Aidabella»
wirken. Das jedenfalls wünscht sich die Reederei. Das 252 Meter lange und
32,2 Meter breite Schiff ist das zweite von vier baugleichen der «Sphinx»-Klasse.
Mit Platz für 2050 Passagiere ist es recht groß, und das Clubschiff-Konzept
der Reederei soll auch nicht geändert werden. An Bord dominieren die Farben
Orange, Gelb und Braun - aufgepeppt mit einem frischen Grün. Bei den
Materialien wurde auf Natur - viele Hölzer und Stein - gesetzt und bei den
Raumschnitten darauf geachtet, dass Rückzugsräume entstehen, Nischen und
Sitzgruppen etwa. Am Bug können sich Passagiere vor bodentiefen
Panoramafenstern auf große Sofainseln aus weichem Stoff setzen und auf das
Meer schauen.
Der «Body & Soul»-Bereich ist mehr als 2300
Quadratmeter groß und laut Reederei der «größte schwimmende Wellnessbereich
der Welt». Die Räume sind luxuriös ausgestattet. So locken zum Beispiel zwei
Suiten, wo Paare für Massagen oder andere Anwendungen für sich sein können.
Der Spaß kostet 190 Euro für vier Stunden. Wie das Schwesterschiff hat auch
die «Aidabella» ein 3000 Quadratmeter großes Theatrium, laut der Reederei
«ein Treffpunkt für Shows und Live-Musik im Stil einer italienischen
Piazza». Auf den 13 Decks gibt es insgesamt elf Bars und sieben Restaurants.
8000 Quadratmeter Außendeck bieten Platz zum Sonnen oder Joggen.
Ganz neu ist das 4D-Kino an Bord, mit
großen Ledersesseln, in die der Kinogänger entspannt versinkt - bis sich die
Sessel bewegen und aus der Düse im Vorsitz Nebel dampft oder Gerüche
aufsteigen. Bei den 1025 Passagierkabinen gibt es sieben verschiedene
Schnitte, mal ohne, mal mit Stellmöglichkeiten für Kinderbetten. 666
Außenkabinen gibt es, 439 davon haben einen Balkon. 18 Kabinen sind als
Suiten konzipiert. Aber auch die engen Innenkabinen aus den Anfangszeiten
der «Aidas» gibt es noch, kleine Räume mit zwei Stockbetten.
Celebrity bestellt fünftes
Kreuzfahrtschiff bei der Meyerwerft
(PR-inside.com 27.02.2008)
Die Meyerwerft im emsländischen Papenburg hat einen weiteren
Großauftrag erhalten. Kunde ist die US-amerikanische Reederei
«Celebrity Cruises». Nachdem die Amerikaner in den Vorjahren bereits
vier Kreuzfahrtschiffe der neuen «Solstice-Klasse» bestellt hatten,
sei jetzt der Vorvertrag zum Bau eines fünftes Schiffes
unterzeichnet worden, teilte die Werft am Freitag in Papenburg mit.
"Queen Victoria" und "Queen Elizabeth2"
Zwei königliche Schiffe vor Sydney
Sydney
(RPO 27.02.2008)
Zu einem wahrhaft
königlichen Rendezvous ist es vor Sydney gekommen: Dort haben sich zwei der
größten Kreuzfahrtschiffe der Welt, die "Queen Elizabeth 2" und die "Queen
Victoria" am Hafen begrüßt.
Tausende Zuschauer ließen
sich das Spektakel nicht gehen. Unter lautem Schiffssirenenlärm trafen die
beiden Giganten aufeinander - natürlich in gebührendem Abstand. Beide
Schiffe gehören zur Cunard-Reederei. Die "Queen Elizabeth 2" befindet sich
derzeit auf Abschiedstournee. Nach 40 Jahren auf den Weltmeeren wird sie in
Dubai als Hotelschiff eine Heimat finden.
Ihre Nachfolgerin, die
"Queen Victoria", ist dagegen gerade auf ihrer Jungfernfahrt rund um die
Welt. Allein 1000 Bedienstete sorgen für das Wohl der Passagiere. Die
"Victoria" war am 13. Januar in New York zu ihrer ersten Fahrt aufgebrochen.
Auf halber Strecke machte sie nun in Sydney Station, wo sie auf ihre
Schwesterschiff traf.
Meyer-Werft baut für 100 Millionen
größte Dockhalle der Welt, 100 neue Arbeits- und Ausbildungsplätze
angekündigt
(epochtimes.de 20.2.08)
Papenburg – Die auf Kreuzfahrtschiffe
spezialisierte Meyer-Werft im niedersächsischen Papenburg investiert 100
Millionen Euro in den Bau der größten Werfthalle der Welt. Ministerpräsident
Christian Wulff legte am Freitag den Grundstein für die Verlängerung einer
bestehenden Halle um 120 Meter auf 504 Meter. Künftig könnten bis zu drei
Luxusliner pro Jahr abgeliefert werden, teilte Meyer mit.
Die Werft ist bis 2012 ausgebucht, weltweit
boomt der Urlaub auf Kreuzfahrtschiffen, die Werften kommen mit dem Neubau
nicht nach. Meyer will bis 2012 elf Kreuzfahrtschiffe, eine Fähre und sechs
Gastanker bauen. Der Auftragswert liegt insgesamt bei rund fünf Milliarden
Euro. Die Investition schaffe noch in diesem Jahr je 100 neue Arbeits- und
Ausbildungsplätze, teilte Meyer mit.
Die Werft forderte mehr Möglichkeiten beim
Aufstauen der Ems: Papenburg liegt im Binnenland etwa 30 Kilometer von der
Nordsee entfernt. Die Meyer-Schiffe müssen über die Ems zur See gebracht
werden. Weil der Fluss zu flach für die gigantischen Schiffe ist, wird er
künstlich gestaut, damit der Pegel steigt. Der Werft zufolge darf der Fluss
bislang aus Naturschutzgründen nur im Winter hoch aufgestaut werden.
Ministerpräsident Wulff sagte nach Angaben einer Sprecherin, der Sommerstau
werde geprüft.
Windjammer und
Kreuzfahrtschiffe zum Hafengeburtstag in HH
Hamburg (05.02.2008 dpa/lno)
Drei Windjammer und fünf Kreuzfahrtschiffe
sollen die Attraktionen des 819. Hamburger Hafengeburtstages werden.
Vom 9. bis zum 12. Mai werden die
historischen Großsegler «Sedov», «Mir» und «Kruzensthern» an den
Landungsbrücken erwartet, teilte die Hamburg Messe am Montag mit. Das Flair
der Kreuzfahrtwelt bringen die luxuriösen Schiffe «Delphin», «Delphin
Voyager», «Albatros», «Amadea» und «Fram» in den Hafen. Partnerland des
viertägigen Spektakels, das zu den größten Hafenfesten der Welt gehört, ist
in diesem Jahr Finnland. Das skandinavische Land präsentiert sich mit Kultur
und Spezialitäten an der Kehrwiederspitze.
Die Hamburg Cruise Days 2008
(18.12.2007 HH web)
Die Hamburg Cruise Days 2008 werden wohl
das Top-Event für alle Liebhaber der Kreuzfahrtschiffe und Luxusliner.
Vom 30. Juli bis zum 03. August 2008 werden
die Hamburger Traumschiffe und dicke Pötte jeder Kategorie zu sehen
bekommen.
Den Auftakt macht Hamburgs Liebling die
Queen Mary 2. Die 345 Meter lange Königin der Meere wird der Star im
Hamburger Hafenbecken werden. Nicht weniger aufregend wird es, die "MS
Astor", die"MS AidAaura", die "MS Columbus" und die "MS Deutschland" von der
Nähe aus zu sehen.
Sogar das größte Segelschulschiff der Welt,
die "Sedov" nimmt Kurs auf Hamburg zu den Cruise Days 2008.
Wer so einem Luxusliner einmal ganz nah
kommen möchte, der kann sogar die MS Columbus und die MS Astor über die Tage
besichtigen. Sogar das Segelschulschiff kann einmal von der Nähe aus
betrachtet werden.
Zusätzlich zu dem ganzen Treiben auf dem
Wasser, gibt es auch noch eine Menge an der Hafenkante zu sehen. Neben einem
gigantischen Feuerwerk, das den Hafen zum leuchten bringen wird, steht für
den Besucher zwischen Cruise Center und Fischmarkt ein buntes
Unterhaltungsprogramm auf dem Plan. In der Hafencity locken
Theateraufführungen und Sonderausstellungen die Gäste der Hamburg Cruise
Days 2008 zu einem Besuch.
Aida bestellt zwei
neue Kreuzfahrtschiffe
(16.12.07 Ap)
Miami -
Nach der
Ankündigung des Reisekonzerns TUI, in den deutschen Markt für gehobene
Kreuzfahrten einzusteigen, hat Konkurrent Aida sein Neubauprogramm deutlich
aufgestockt. Die zur Carnival-Gruppe gehörende Marke hat zwei neue Schiffe
für den deutschsprachigen Raum bestellt, wie das Unternehmen am Donnerstag
in Rostock mitteilte. Damit wurden insgesamt sechs Schiffe in den
vergangenen drei Jahren geordert. Die derzeit aus vier Schiffen bestehende
Aida-Flotte wird damit in den kommenden Jahren auf neun Clubschiffe mehr als
verdoppelt, die Kapazität der Betten verdreifacht.
Die Passagierschiffe mit 1.087 Kabinen
sollen den Angaben zufolge auf der Meyer Werft in Papenburg für 380 und 385
Millionen Euro gebaut und voraussichtlich im April 2011 und Mai 2012 in
Dienst gestellt werden. Zudem soll ein bereits bestelltes Schiff vergrößert
werden.
«Das Interesse der Europäer an
Kreuzfahrturlaub wächst weiter sehr stark. Daher setzen wir eindeutig auf
Investition und den Ausbau unserer europäischen Marken», sagte Micky
Arison, Chef der Aida-Muttergesellschaft Carnival. Die neuen Schiffe sollen
demnach die Position von Aida als Marktführer auf dem deutschen
Kreuzfahrtmarkt stärken. Aida-Cruises-Präsident Michael Thamm fügt hinzu:
«Unser Unternehmen hat sehr gute Arbeit geleistet und unsere
Muttergesellschaft, Carnival Corporation, teilt unsere Zuversicht in das
Potenzial des deutschen Kreuzfahrtenmarktes.» Das zeige sich ganz deutlich
im Investment von über 2 Milliarden Euro in sechs neue Schiffe.
Aida Cruises hat nach eigenen Angaben sein
erstes Clubschiffs 1996 auf dem deutschen Kreuzfahrtmarkt eingeführt. Bis
2012 sollen insgesamt neun Clubschiffe zur Flotte gehören und Reisen im
Mittelmeer, rund um die Kanaren, in Nord- und Ostsee, der Karibik und
Mittelamerika, im Arabischen Golf und in Asien anbieten. Die Carnival
Corporation ist nach eigenen Angaben die größte Kreuzfahrtferiengruppe
weltweit.
Der Reisekonzern TUI hatte am Montag
bekannt gegeben, in den deutschen Massenmarkt für gehobene Kreuzfahrten
einsteigen zu wollen. Dazu will TUI ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem
amerikanischen Kreuzfahrtriesen Royal Caribbean Cruises gründen. Das erste
Schiff unter der Flagge der neuen TUI Cruises soll im Frühjahr 2009 in See
stechen. Im Luxusmarkt bietet TUI-Tochter Hapag-Lloyd in Deutschland
bereits Kreuzfahrten an. Der Kreuzfahrtmarkt gilt als einer der am
schnellsten wachsenden in der Tourismusbranche.
Kreuzfahrttest: Bestnoten für
Aidaschiffe
(20.11.07 Presseanzeiger)
In einem Test des Magazins Wirtschaftwoche
zu den Angeboten von Kreuzfahrtschiffen hat die AIDA Flotte in drei von fünf
Kategorien gewonnen.
Die Tester der Publikation „Kreuzfahrt Guide 2008“ haben im Auftrag des
renommierten Wirtschaftsmagazins Kreuzfahrtschiffe verschiedener Reedereien
und Veranstalter bewertet. Bei den Ergebnissen aus den fünf Kategorien „die
besten Schiffe für Entertainment“, „für Sport & Wellness“, „für Gourmets“,
„für Familien“ und „für besten Service“ haben die Schiffe der AIDA Flotte
gleich drei mal die Nase ganz vorn.
AIDAdiva und ihr Schwesterschiff AIDAbella (Taufe am 23. April 2008) werden
„als die innovativsten deutschen Kreuzfahrtschiffe“ beurteilt. AIDAdiva
gewinnt den Test in gleich zwei Kategorien und wird als bestes Schiff für
Entertainment sowie für Sport & Wellness beurteilt.
Mit dem einzigartigen Entertainment-Konzept des Theatriums und den
vielfältigen Angeboten des größten schwimmenden Fitness- und
Wellnessbereiches der Welt, setzen die AIDA Neubauten neue Maßstäbe in der
Kreuzfahrtbranche.
Das Clubschiff AIDAvita wird als „bestes Schiff für Familien“ bewertet. Hier
wird die Ocean Bar, die „in den frühen Abendstunden Ruhe bietet“ gelobt. Ein
Deck tiefer sorgt der AIDA Kids Club für quirlige Stimmung. Die Kids Crew
bietet den kleinen Gästen ab drei Jahren eine Vielzahl aufregender Programme
und jede Menge Spaß.
„Wir freuen uns sehr über die Anerkennung durch die Tester, die alle
beurteilten Schiffe persönlich unter die Lupe genommen haben“, fasst
Hansjörg Kunze, Director Corporate Marketing & Communications AIDA Cruises
zusammen. „Das großartige Ergebnis ist eine Leistung der gesamten AIDA
Crew.“
Weitere Informationen zu AIDA Reisen und der Clubschiff-Flotte im Reisebüro
und unter http://www.aida.de.
Der „Kreuzfahrt Guide 2008“ ist ab sofort im Handel erhältlich.Weitere
Informationen unter
http://www.kreuzfahrtguide.com.
"MS Europa" erneut bestes
Kreuzfahrtschiff der Welt
(22.10.07 BERLITZ CRUISE GUIDE)
Bereits zum achten Mal
steht der Luxus-Liner "MS Europa" an der Spitze aller Kreuzfahrtschiffe: Als
Einziges fährt er in der Kategorie Fünf-Sterne-Plus. Während drei der
Aida-Kreuzer herabgestuft wurden, gab es bei den Schiffen deutscher Reeder
kaum Veränderungen.
Hamburg/London - Schiffe-Bewerter Douglas
Ward hat wieder Punkte und Sterne verteilt: Zum achten Mal infolge kürte er
die "MS Europa" zum besten Kreuzfahrtschiff der Welt. Im "Berlitz Cruise
Guide 2008" erhielt das Flaggschiff von Hapag-Lloyd-Kreuzfahrten 1860 von
2000 möglichen Punkten - zwei mehr als im vergangenen Jahr. Damit fällt die
"MS Europa" erneut als einziges Schiff in die Kategorie Fünf-Sterne-Plus.
Rund 280 Schiffe hat der Brite Ward für den
Berlitz-Führer beurteilt. Laut Verlag hat er dabei vier Kreuzfahrtschiffe,
die bisher mit fünf Sternen ausgezeichnet waren, schlechter bewertet, unter
anderem die "Seven Seas Mariner" von Regent Seven Seas Cruises und die "Silver
Wind" von Silversea Cruises. An 13 Schiffe vergab Ward fünf Sterne, auch an
den Großsegler "Sea Cloud" und das Hapag-Lloyd-Expeditionsschiff "Hanseatic".
Besonders hart traf es drei
AIDA-Cruises-Schiffe: "AIDAcara", "AIDAaura" und die "AIDAvita" fielen aus
dem Vier-Sterne-Bereich heraus. Eine halbe Klasse runter ging es auch für
die "Maxim Gorki": Sie erhielt von Ward drei Sterne.
Bei den Schiffen deutscher Anbieter gab es
kaum Veränderungen: So gehören die "Astor" und die "Astoria" von Transocean
Tours und die "Albatros" von Phoenix Reisen weiter ihrer bisherigen
Kategorie von Drei-Sternen-plus an. Vier-Sterne-plus erhielt Phoenix'
"Amadea", vier Sterne Hapag-Lloyds "Bremen". Unbewertet blieb erneut die
"Deutschland" der Reederei Peter Deilmann. Mit ihm hatte sich Ward Ende der
neunziger Jahre vor Gericht gestritten, weil die Reederei seine Bewertung
nicht akzeptierte.
"Zeitgenössisches Camping auf hoher See"
bietet laut Ward das Billig-Kreuzfahrtschiff "EasyCruise One". Das erhielt
1007 Punkte und damit Zwei-Sterne-plus. Auf dem Schiff muss der Passagier
für Handtuchwechsel, Kabinenreinigung, Speis und Trank extra
Hamburg schafft Platz für
Kreuzfahrtschiffe
(19.10.07 HH Nachrichten)
Der
Hamburger Hafen wird erweitert. Und zwar um ein Terminal für
Kreuzfahrtschiffer. Für dieses Projekt stellt die Stadt Hamburg etwa 12,5
Millionen Euro bereit. Damit soll der Anleger im Fischereihafen ausgebaut
werden. Hier legte einst die Fähre nach England ab. Hamburg profitiert
überdurchschnittlich von dem Boom beim weltweiten Kreuzfahrttourismus,
darauf möchte man nun reagieren. Die Nachfrage der Reedereien nach
Liegeplätzen für ihre Großschiffe werde damit befriedigt. An dem neuen
Kai, der im Jahr 2009 fertig gestellt sein soll, werden dann
Kreuzfahrtschiffe mit einer Länge von bis zu 300 Metern festmachen können.
Damit können Kreuzfahrtschiffe mit bis zu 3000 Passagieren an Bord
anlegen.
In diesem Jahr werden insgesamt 72 Kreuzfahrtschiffe in Hamburg anlegen.
Bis 2010 erwartet man 140 pro Jahr, eine Verdoppelung. Derzeit kommen pro
Jahr 113.000 Passagiere in Hamburg per Kreuzfahrtschiff an, bis 2010
werden es 326.000 sein. Seereisen seien der am stärksten wachsende Sektor
des internationalen Tourismus, so Senator Dr. Michael Freytag.
Die Bauarbeiten zum Ausbau des Liegeplatzes sollen im Frühjahr 2008
beginnen, so dass pünktlich zu Beginn der Kreuzfahrtsaison 2009 der neue
Terminal zur Verfügung steht.
Urlauber stürmen die Traumschiffe
Bei der Fachmesse "Seatrade" in Hamburg
freut sich die Kreuzfahrtbranche über zweistellige Wachstumsraten
(9.10.07 Wienerzeitung)
Kreuzfahrturlaub ist nicht länger ein
Nischenprodukt.
Gästezahl seit 2001 in Europa verdoppelt.
Hamburg. Kein anderer Tourismuszweig wächst so stark wie das
Kreuzfahrtbusiness - und besonders die Europäer buchen immer häufiger
einen "Traumschiffurlaub": Seit 2001 hat sich die Zahl der
Kreuzfahrttouristen in Europa von zwei auf vier Millionen glatt
verdoppelt. Weltweit stieg ihre Zahl 2006 auf mehr als 15 Millionen.
Auch für die kommenden fünf Jahre rechnet
die Branche mit jeweils zweistelligen Wachstumsraten pro Jahr, referierte
Susan Hooper, Vizepräsidentin des europäischen Branchenverbandes und
Europa-Managerin bei der US-amerikanischen Reederei "Royal Caribbean", am
Dienstag bei der Fachmesse "Seatrade Europe" in Hamburg. "Und das
Epizentrum des Wachstums wird Europa bleiben, weil es dort noch großen
Aufholbedarf gegenüber den USA gibt".
Die Messe selbst reflektiert den Boom der
Branche: Die Ausstellungsfläche im Neubau des renovierten und erweiterten
Hamburger Messe- und Congress Centrum (HMC) hat sich gegenüber der letzten
Veranstaltung vor zwei Jahren ebenso verdoppelt wie die Zahl der
Aussteller aus aller Welt: 270 Reeder, Schiffsausrüster und Hafenbetreiber
von Tallinn bis Shanghai sind vertreten.
Zwei Trends zeichnen sich ab: Eine
Kreuzfahrt wird mehr und mehr zum Luxus-Hotelurlaub, die Route und die
Ziele, die das schwimmende Hotel ansteuert, werden weniger wichtig, der
Weg ist das Ziel. Dementsprechend werden die Freizeit-, Kulinarik- und
Unterhaltungsangebote auf dem Schiff selbst immer breiter und auf
verschiedene Zielgruppen hin diversifiziert. "Kreuzfahrtschiffe bieten
heute in der Regel sogar ein größeres Angebot als die luxuriösesten Hotels
der Welt, von Shopping bis Kino, von Theater bis zu Kinderklubs", meint
Hooper. Der Altersdurchschnitt der Kreuzfahrt-Passagiere sinkt übrigens
von Jahr zu Jahr.
Das hat auch mit den Preisen zu tun: "In
Wahrheit kostet eine Kreuzfahrt heute genauso viel wie vor 30 Jahren",
rechnet Michael Thamm, Präsident der rasch wachsenden deutschen Reederei
"Aida", vor. Nur: die Schiffe nehmen heute gut zehnmal so viele Passagiere
auf wie in den 1970er Jahren.
Immer größere Schiffe
Das führt zu einem günstigen
Preis-Leistungsverhältnis: Inklusive Flüge und Verpflegung gerechnet
kostet etwa eine 14-tägige Kreuzfahrt auf einem Schiff der italienischen
MSC-Reederei, die im Mittelmeer die Nummer eins ist, eine vierköpfige
Familie um gut ein Drittel weniger als ein gleich langer Luxus-Hotelurlaub
etwa in Amalfi oder auf Mallorca.
Megatrend Nummer zwei: Die Schiffe werden
immer größer. Derzeit dominiert noch die Klasse mit rund 2000 Gästen an
Bord, die "Freedom of the Seas" mit 4370 Passagieren und 339 Metern Länge
ist der Riese. Aber schon werden bei der Messe Skizzen von einer 505 Meter
langen "Princess Kaguya" für 8400 Gäste herumgereicht.
Entsprechend voll sind die Orderbücher
der Werften: 37 Kreuzfahrtschiffe mit zusätzlichen 96.000 Betten sollen
bis 2010 in See stechen. Gesamtauftragswert: Mehr als 22 Milliarden
Dollar.
Beim Bau von Kreuzfahrtschiffen
dominieren übrigens die europäischen Werften – wie Fincantiere in Triest
und Genua, Aker in Norwegen und Frankreich oder die Meyer-Werft im
norddeutschen Papenburg: Nur eines der 37 Schiffe wird nicht in Europa
gebaut.
Hamburg-Tourismus
In Hamburg – wo, je nach Lesart, entweder
Hapag-Generaldirektor Albert Ballin 1891 mit seinem Dampfer "Auguste
Victoria" oder der Reeder Robert Sloman schon 1845 mit seiner Fregatte
"Germania" die "Lust-reise" Kreuzfahrt erfunden haben –, will man mit dem
Bau dreier neuer Terminals bis 2011 endgültig zur "Kreuzfahrt-Hauptstadt
des Nordens" aufsteigen.
Nicht zuletzt dank des Kreuzfahrtbooms
legt der Hamburg-Tourismus stark zu: Ein Jahr nach dem Rekord bei der
Fußball-WM 2006 verbucht man heuer erneut um 7 Prozent mehr
Gästenächtigungen, berichtete Gisèle Tollat, Pressesprecherin der
Hamburg-Tourismus GmbH. Bis 2010 könnte die Zahl der Nächtigungen in der
Hansestadt von derzeit 7,4 auf gut 10 Millionen ansteigen.
Freedom of the Seas
(6.09.2007 dpa)
Die Freedom of the Seas der Royal Caribbean
Cruise Line ist seit April 2006 das größte Passagierschiff der Welt.
Zur Freedom-Klasse der Royal Caribbean
Cruise Line gehören die zwei größten und innovativsten Kreuzfahrtschiffe der
Welt - die Freedom of the Seas und ihr Schwesterschiff Liberty
of the Seas. Im Juni 2006 wurde der 339 Meter lange Freedom-Luxusliner
in Betrieb genommen. 3.600 Passagiere finden hier auf fünfzehn Decks Platz.
Somit löste die Freedom of the Seas mit 1.800 Passagierkabinen die
Queen Mary 2 mit 1.200 Kabinen als größtes Passagierschiff ab -
nicht jedoch als längstes.
Das derzeit größte Kreuzfahrtschiff lädt
Sie ein, die Karibik zu erkunden. Ab 113 Euro die Nacht, inklusive
Vollpension, vielfältigen Aktivitäten an Bord, Kabinenservice rund um die
Uhr, abendlichem Unterhaltungsprogramm mit Shows und Live-Musik, Besuch des
Fitness-Centers sowie Hafengebühren, können Sie zum Beispiel von Miami (USA)
über Labadee (Haiti), Ocho Rios (Jamaika), George Town (Kaimaninseln),
Cozumel (Mexiko) wieder zurück nach Miami reisen.
Knochenjobs an Bord der Traumschiffe
(14.08.07 Hamburg/ epd)
Die Hamburger Seemannsmission beklagt
schlechte Arbeitsbedingungen für die Besatzungen der Luxusliner. Viele
verdienen nur 400 Euro im Monat.
Die Kreuzfahrtschiffe am neuen Hamburger
Cruise Center wecken Sehnsüchte und versprechen Glamour und Weltläufigkeit.
Doch das luxuriöse Leben auf dem Traumschiff wird erst durch die harte
Arbeit der Seeleute ermöglicht. Während eine Luxus-Kabine
pro Tag über 2000 Euro kostet, verdienen viele Seeleute nach Angaben der
internationalen Transportarbeiter-Gewerkschaft (ITF)
weniger als 400 Euro im Monat. Seit Hamburg 2004 ein Kreuzfahrtterminal in
der Hafencity eingerichtet hat, laufen immer öfter große Luxusliner wie die
"Queen Mary 2“ oder "Freedom of the Seas“ in die Stadt ein. 60 waren es im
vergangenen Jahr, bald sollen es 100 sein.
Doch das Cruise Center ist nur auf die
Passagiere ausgerichtet. Vergessen werden dabei die riesigen Besatzungen der
Kreuzfahrtschiffe. So beschäftigt etwa die "Queen Mary 2“ für ihre 2500
Passagiere 1200 Crewmitglieder. Etwa ein Drittel von ihnen erledigt einfache
Arbeiten als Maschinist, Anstreicher, Klempner oder Küchenhilfe. Laut einer
ITF-Studie übernehmen diese Jobs zumeist Menschen
aus Entwicklungsländern wie den Philippinen und der Karibik oder Ländern in
Osteuropa und Zentralamerika.
Seemannspastorin Heike Spiegelberg ist
regelmäßig zu Gast bei den Besatzungen der Luxusliner. "Die meisten
Crewmitglieder müssen sieben Tage pro Woche bis zu zwölf Stunden am Tag
arbeiten“, sagt sie. Zu dem Luxusleben an Deck hätten sie meist keinen
Zugang. Crew-Räumlichkeiten seien streng von den
Passagieren getrennt. Zwar böten einige moderne Schiffe für ihre Crew auch
Fitnessräume und eigene Decks an. Andere Seeleute lebten dagegen nur in
winzigen Mehrbettkabinen unter Deck, mit der Kantine als einzigem
Aufenthaltsraum. Zwischen sieben und zwölf Monaten arbeiten die Seeleute im
Durchschnitt auf einem Luxusliner. Deshalb sei es für sie wichtig, über
Telefon und Internet mit ihren Familien Kontakt zu haben, sagt Spiegelberg.
Zwar gebe es an Bord Satellitentelefone, dort jedoch koste eine Minute
zwischen vier und zehn Euro. Viel zu teuer für Seeleute, die von ihrem Lohn
meist auch ihre Familien in den Heimatländern ernähren müssen.
Während Passagiere Zeit für ausgiebige
Landgänge haben, können viele Crewmitglieder nur Minuten von Bord. Müll muss
entsorgt werden, Vorräte aufgefüllt, Betten gemacht werden. Auch
Einkaufsmöglichkeiten bestehen am Terminal nur für die Passagiere: ein
Souvenirshop mit Hamburg-Nippes. Nötig wäre ein
Laden, in dem die Seeleute landesspezifische Spezialitäten und Zeitschriften
kaufen könnten. Seit kurzem laufen die Ausschreibungen für das neue Cruise
Center, das 2009 fertig sein soll. Ob die Architekten auch Räume für
Seeleute planen, ist bislang offen.
Dubai baut Rolle als
führende Kreuzfahrt-Destination aus
(2.08.2007
dubaitourism.ae)
Dubais staatliche Investment Firma
Istithmar hat das prestigereiche Kreuzfahrtschiff 'Queen Elisabeth II' für
100 Mio. US-Dollar von der britischen Curand Line gekauft. Der Luxusliner
wird bereits im November 2008 nach Dubai kommen und ab 2009 an einen
exklusiven Pier der 'Palm Jumeirah' als schwimmendes Hotel der Erstklasse
und Shoppingparadies den Dubai-Gästen zur Verfügung stehen.
Außerdem hat das Dubai Department of Tourism and Commerce Marketing (DTCM)
eine umfangreiche Kooperationsvereinbarung mit Europas führender
Kreuzfahrtreederei 'Costa Crociere' geschlossen. Der Vertrag sieht
gemeinsame Marketingaktivitäten vor. Im Oktober 2007 eröffnet Costa ein
eigenes Büro in Dubai. Zur Zeit prüft das DTCM den Bau eines zweiten
Kreuzfahrt-Terminals in Dubai. In der Saison 2007/2008 werden mehr als 50
Schiffe (160.000 Passagiere) erwartet.
Newcomer auf den
Weltmeeren
(3.05.2007 Handelsblatt)
Liberty of the Seas:
In dieser Woche wurde die
Liberty of the Seas von Royal Caribbean erstmals der Öffentlichkeit
vorgestellt. Der von Aker Yards in Turku gebaute Riese beherbergt 4375
Passagiere. Zur Ausstattung zählen eine Kletterwand, eine Eislaufbahn und
ein Boxring.
Flut von Stapelläufen:
Allein im Mai stechen vier Kreuzfahrt-Schiffe erstmals in See: die MSC Opera
von MSC (3013 Passagiere), die Delphin Voyager von Delphin Kreuzfahrten
(650), die Fram von Hurtigruten (272) und die Costa Serena von Costa
Crociere (3000 Passagiere).
Luxus an Bord:
Im Oktober folgt die Norwegian Gem von NCL. 2466 Passagiere haben Spaß mit
Kletterwand, Bowlingbahn und zwölf Restaurants. Im Dezember startet die
Queen Victoria von Cunard. 1850 Passagiere finden eine zweistöckige
Bibliothek für mehr als 6000 Bücher.
Hochseekreuzer boomen
(3.05.2007 Handelsblatt)
HAMBURG. Der Markt für neue, immer größere Hochseekreuzer boomt. In den
nächsten Jahren wollen mehrere Reedereien rekordverdächtige Schiffe vom
Stapel laufen lassen. Noch während die von der Meyer Werft ausgelieferte
„Aida Diva“ zurzeit auf ihrer Jungfernfahrt gen Palma de Mallorca fährt,
meldet die Papenburger Werft bereits neue Großaufträge: Der
Unterhaltungskonzern Disney hat nach Firmenangaben zwei Kreuzfahrtschiffe im
Milliardenwert bestellt, die die 252 Meter lange Aida Diva um fast 90 Meter
übertreffen.
Hansestadt Hamburg
erwartet Hunderttausende zur Taufe der "AIDAdiva"
17.04.2007 (ndr online)
Mit
einem Feuerwerk, einer Lichtschau und großem Spektakel wird am Freitag das
Kreuzfahrtschiff "AIDAdiva" in Hamburg getauft. Die Organisatoren erwarten
zu dem Ereignis mehrere hundertausend Gäste in der Hansestadt. Die
Wirtschaft hofft auf einen Umsatz in Höhe von 30 Millionen Euro. So sollen
vor allem Gastronomie, Hotels und Einzelhandel von dem Ereignis profitieren,
so Dietrich von Albedyll, Geschäftsführer der Hamburg Tourismus GmbH am
Montag. "Das wird eine Taufe für ganz Hamburg und nicht nur für Ehrengäste",
betonte Hansjörg Kunze, der Kommunikationsdirektor von AIDA Cruises. NDR
90,3 erklärte Kunze, die Kosten für den Steuerzahler seien gleich Null.
Hamburg werde das neue Zentrum der AIDA-Kreuzfahrtschiffe, von daher lasse
sich das Unternehmen das Spektakel einiges kosten.
Dubai verzeichnet neuen Rekord an Kreuzfahrt-Passagieren
17.04.2007 (dpa/gms)
Frankfurt/Dubai - Dubai verzeichnet nach eigenen Angaben einen neuen Rekord
an Kreuzfahrtgästen. Ende März seien in einer einzigen Woche fast 10 000
Passagiere gezählt worden, teilt die Tourismusvertretung des Emirats in
Frankfurt mit.
1993
begann der Kreuzfahrttourismus in Dubai mit einem Schiff und 700
Passagieren, 2006 legten bereits 26 Kreuzfahrtschiffe in Dubai an. Während
im Winter 2006/07 insgesamt 85 000 Passagiere das Ziel am Persischen Golf
erreichten, sollen es im Winter 2007/08 schon 200 000 sein.
Kreuzfahrten boomen: Aida-Flotte vergrößert
17.04.2007 (Wirtschaftswoche)
Der
deutsche Kreuzfahrtmarkt boomt. Mit dem Spaßdampferkonzept der
amerikanischen Muttergesellschaft Carnival Cruise hat die Rostocker Reederei
Aida ganz neue Kundenschichten erschlossen. Am Freitag übernimmt die
Reederei ihr fünftes Schiff.
Wenn
die auf Kreuzfahrtschiffe spezialisierte Meyer-Werft im niedersächsischen
Papenburg einen Neubau abliefert, ist immer Ausnahmezustand. Zehntausende
Schaulustige säumen die Ufer der Ems, um zuzuschauen, wie die haushohen
Musikdampfer die enge und flache Passage zur Nordsee bewältigen. Besonders
spektakulär geriet die Überführungsfahrt eines Neubaus im November
vergangenen Jahres, als eine aus Sicherheitsgründen abgeschaltete
Hochspannungsleitung einen Kurzschluss im internationalen Leitungsnetz
auslöste und halb Europa stundenlang im Dunkeln versank.
Schlagzeilenträchtige Lichtspiele, untermalt von eigens für den Anlass
komponierter Musik, eine „Oper aus Licht und Feuer“, sollen auch die
Übergabe des jüngsten, in den vergangenen 14 Monaten entstandenen Neubaus
begleiten. Zur Taufe des Kreuzfahrtschiffes „Aidadiva“ am Freitag in Hamburg
wird eine spektakuläre Licht-, Laser- und Feuerwerksinstallation den
Abendhimmel über der Hansestadt illuminieren, konzipiert vom international
bekannten Lichtkünstler Gert Hof, der auch schon die Akropolis in Athen und
den Roten Platz in Moskau ins rechte Licht rückte. Entlang des Hamburger
Elbufers hat Hof dazu mehr als 260 Scheinwerfer aufstellen lassen.
Die spektakuläre Show passt zum neuesten Produkt auf dem boomenden deutschen
Kreuzfahrtmarkt. Mit ihren ab kommendem Wochenende dann insgesamt fünf
Aida-Musikdampfern – erkennbar am roten Kussmund am Bug – ist die deutsche
Tochter des amerikanischen Kreuzfahrtgiganten Carnival in den vergangenen
elf Jahren nicht nur zum Marktführer hierzulande aufgestiegen. Die Rostocker
Reederei hat das traditionell eher als Nischenangebot betrachtete
Seereisengeschäft auch für völlig neue Kundenschichten erschlossen, und es
damit zum wachstumsstärksten Segment im ansonsten überwiegend schwächelnden
deutschen Reisemarkt gemacht: Statt betuchter Rentner mit viel Zeit locken
die schwimmenden Ferienclubs mit ihrer Mischung aus Party, Pool, Sport und
Entertainment immer mehr Familien und jüngere Kundschaft an Bord. Deren
bevorzugte Urlaubsaktivität besteht nicht mehr wie früher darin, zwischen
Bett, Liegestuhl, Buffet und Barhocker zu pendeln und sich zwischendurch
aufzubrezeln – der moderne Kreuzfahrer mag es legerer und aktiver.
Er
joggt morgens vor dem Frühstück auf dem Oberdeck ums ganze Schiff, tut
vormittags im Fitness-Studio etwas für seinen Six-Pack und lässt sich
nachmittags im Spa massieren, um abends fit zu sein für Show und Tanz im
Bord-Theater und in der Bord-Disko. Bei den Mahlzeiten bedient er sich
selbst an opulenten Buffets, auch abends reichen dazu als Outfit Jeans und
T-Shirt, statt dem an Bord traditioneller Ozeanliner obligatorischen Smoking
oder Abendkleid.
Das locker-sportive Konzept kommt an: Nach der vom Deutschen ReiseVerband
(DRV) erstellten Branchenanalyse „Der Kreuzfahrtenmarkt Deutschland 2006“
konnten die Hochsee-Kreuzfahrtveranstalter ihren Umsatz im vergangenen Jahr
um 11,2 Prozent auf 1,36 Milliarden Euro steigern. Insgesamt gut 705.000
Passagiere buchten 2006 eine Passage auf einem Musikdampfer mit Kurs
Mittelmeer, Ostsee oder Karibik – rund doppelt so viel wie zehn Jahre zuvor.
Im Schnitt waren die modernen Kreuzfahrer jeweils knapp zehn Tage unterwegs
und ließen sich ihre Reise gut 1900 Euro kosten. Damit ist Deutschland nach
Einschätzung des britischen Branchen-Gurus Tony Peisley der drittgrößte
Kreuzfahrtmarkt der Welt: Etwa zwei Drittel des Weltmarktvolumens von
hochgerechnet knapp 17 Milliarden Euro und rund 15,7 Millionen Passagieren
entfallen auf die USA, auf dem zweiten Platz folgt mit weitem Abstand
Großbritannien mit rund 1,1 Milliarden Passagieren.
Dominiert wird das globale Kreuzfahrtgeschäft von der Aida-Mutter Carnival
Cruise Line, deren 81 Schiffe mit Platz für mehr als 144.000 Passagiere rund
die Hälfte des weltweiten Umsatzes einfahren. Mit ihrem ursprünglich für den
US-Markt entwickelten Spaß-Konzept gelang der in Miami ansässigen Reederei
in nur drei Jahrzehnten der Sprung von der Kreuzfahrer-Klitsche zum
Weltmarktführer – mit sieben Millionen Passagieren pro Jahr und einem
Börsenwert von rund 40 Milliarden US-Dollar. Und anders als auf Landurlaub
spezialisierte Reiseunternehmen wie etwa die TUI verdienen die
US-Kreuzfahrer richtig Geld: Unabhängig von Konjunkturkrisen, Krieg oder
Terroranschlägen erreicht Carnival seit Jahren eine Traummarge von mehr als
20 Prozent, allein im vergangenen Geschäftsjahr blieben bei einem Umsatz von
umgerechnet gut neun Milliarden Euro gut 1,75 Milliarden Gewinn hängen.
Nintendo: Kreuzfahrtlinie setzt auf Wii
13.04.2007 (kat/rem)
TOKIO - Die Nintendo Co. Ltd.
(WKN: 864009) konnte sich über einen weiteren Großkunden für die Wii
freuen. Die neue Konsole soll in Zukunft auch auf Kreuzfahrtschiffen
verfügbar sein.
Die
Norwegian Cruise Line (NCL) gab heute bekannt, die Wii-Konsole in Zukunft
auf allen Schiffen der Linie anbieten zu wollen. Auf einem Schiff, der
Norwegian Pearl, sind die Konsolen bereits verfügbar, die restlichen Schiffe
des Unternehmens sollen bis Ende des kommenden Monats folgen. Die Konsolen
werden in verschiedenen Gemeinschaftsräumen zusammen mit großen Video
Screens aufgestellt, so dass Gäste entweder gegeneinander oder gegen einem
vom Spiel gesteuerten Gegner antreten können. Finanzielle Details oder das
Volumen des Auftrages wurden hingegen nicht bekannt gegeben.
Nintendo hofft durch NCL auch neue Kunden für die Wii gewinnen zu können.
Laut George Harrison, Senior Vice President von Nintendo America, könne man
so auch Spieler erreichen, die bislang kein Interesse am Kauf einer Wii
gezeigt hätten. Dazu würden beispielsweise ältere Menschen sowie Besitzer
anderer Konsolen wie der PS2, der PS3 oder der xBox gehören. Harrison hofft
nun, dass auch andere Kreuzfahrtlinien Interesse an der Wii zeigen könnten.
Anfragen gäbe es allerdings noch nicht, so Harrison weiter.
Kreuzfahrtriese Carnival profitiert von starkem Europa-Geschäft
11.4.2007 New York (Reuters)
Der
weltgrößte Kreuzfahrtanbieter, Carnival aus den USA, hat im ersten Quartal
dank eines starken Wachstums im Europa-Geschäft mehr verdient.
Auch
Alaska-Fahrten waren begehrter, teilte der Konzern am Freitag mit. Indes sei
die Nachfrage nach Reisen durch die Karibik gering gewesen. Unter dem Strich
verdiente Carnival im ersten Quartal mit 283 Millionen Dollar rund zwölf
Prozent mehr als vor Jahresfrist. Der Umsatz wuchs um neun Prozent auf 2,7
Milliarden Dollar. Zugleich wurden die Kapazitäten um sieben Prozent erhöht.
Gewinn und Umsatz lagen leicht über den Markterwartungen. An seiner
Gewinnprognose für das Gesamtjahr hielt der Konzern aus Miami fest. Zuletzt
hatten Sorgen über eine Abschwächung der US-Wirtschaft die Carnival-Aktien
belastet. Nach Vorlage der Quartalszahlen stiegen sie aber um 1,1 Prozent
auf 46,13 Dollar.
Kreuzfahrten immer
beliebter
9.4.2007 (Hamburger Abendblatt)
Die
Reiseweltmeister aus Deutschland finden immer mehr Geschmack an
Kreuzfahrten: Erstmals wurden im vergangenen Jahr mehr als eine Million
Kreuzfahrtgäste gezählt, wie der Deutsche Reiseverband (DRV) gestern in
Berlin berichtete. Die Kreuzfahrer gaben für einen Hochseetrip im Schnitt
1928 Euro aus, was der Branche einen Umsatz von 1,36 Milliarden Euro in die
Kassen spülte.
Gefragt waren mit einem Umsatzplus von 11,2 Prozent die Hochseekreuzfahrten,
wie der DRV mitteilte. Dagegen büßten Flusskreuzfahrten 1,6 Prozent ein.
Insgesamt seien rund 705 000 Passagiere bei Hochseereisen und 310 000 bei
Flusskreuzfahrten gezählt worden.
Für
den Rückgang bei Flusskreuzfahrten wurde sowohl ein reduziertes Angebot auf
russischen und ukrainischen Flüssen als auch das Frühjahrshochwasser auf der
Donau verantwortlich gemacht. Der Karikaturenstreit habe zudem die
Nilkreuzfahrten beeinträchtigt. Die beliebtesten Hochseereiseziele seien
auch 2006 wieder europäische Fahrtgebiete mit einem Anteil von 79 Prozent
gewesen. 21 Prozent der Kreuzfahrten hätten Kurs auf Ziele in der Karibik
und Übersee genommen.
Die
Prognose für das laufende Geschäftsjahr fällt bei der Mehrheit der Anbieter
von Hochseekreuzfahrten positiv aus: Knapp 76 Prozent rechnen 2007 mit einem
höheren Umsatz und rund 73 Prozent erwarten eine Steigerung der
Passagierzahlen.
Im
internationalen Reisemarkt ist es derweil vor allem China, für das mit hohen
Wachstumsraten gerechnet wird. Laut einer Studie des World Travel & Tourism
Council (WTTC) steht das Reich der Mitte bei seinen Ausgaben für Reisen und
Tourismus momentan hinter den USA und Japan an dritter Position. Nach
Angaben des Forschungsinstituts OEF schiebt sich China aber bis 2017 auf
Platz zwei vor. Deutschland rangiert in der Liste auf Platz 4. Die
weltweiten Ausgaben für Reisen und Tourismus werden laut Studie 2007 auf 5,4
Billionen Euro klettern und in zehn Jahren 9,9 Billionen Euro betragen. Nach
einem weltweiten Plus von 4,5 Prozent 2006 sei auch in den kommenden Jahren
mit jährlichen Zuwachsraten bei den Reisenden von gut vier Prozent zu
rechnen.
Neues Kreuzfahrtschiff
30.3.2007 (Hamburger Abendblatt)
Die
italienische Reederei MSC hat mit der französischen Aker Werft in St.
Nazaire einen Vertrag über den Bau eines vierten Kreuzfahrtschiffes der so
genannten Musica-Klasse geschlossen. Das gab der Geschäftsführer der
deutschen Niederlassung des Unternehmens, Falk-Hartwig Rost, gestern in
Hamburg bekannt. Die "MSC Magnifica" wird 2010 in Dienst gestellt. Der
Neubau wird 294 Meter lang und bietet Platz für 2500 Passagiere, die von
1300 Besatzungsmitgliedern betreut werden. Mit dem Neubau erhält MSC
Kreuzfahrten bis 2010 insgesamt fünf weitere Schiffe. Damit wächst die
Flotte auf zwölf Schiffe mit einer Kapazität von 1,1 Millionen Passagieren
pro Jahr. Die Reederei will besonders Gäste aus dem Norden Deutschlands
ansprechen und bietet deshalb Charterflüge von Hamburg aus zu Abfahrthäfen
am Mittelmeer an. Basishafen für Kreuzfahrten in der Ostsee ist Kiel. "Von
Hamburg aus bieten wir aber mehrere Minikreuzfahrten an, die sich
zunehmender Beliebtheit erfreuen", sagte Rost dem Abendblatt.
SEEFAHRT /
Kreuzfahrtcrews üben für den Notfall
19.03.2007 (dpa)
Wichtiges Training mit viel Nervenkitzel.
Jeder Kreuzfahrer geht davon aus, dass nichts passieren wird. Dennoch muss
für einen eventuellen Notfall geübt werden. Alle Passagiere erhalten an Bord
eine Einweisung, aber die Crew muss natürlich besser geschult sein.
In
Rostock gibt es ein Ausbildungszentrum.
Sie
kämpfen sich durch lodernde Flammen, treiben im eiskalten Wasser und fallen
im Rettungsboot ins Meer - dabei wollten sie doch nur als Koch, Musiker oder
Kellner auf einem Kreuzfahrtschiff arbeiten. In Rostock
(Mecklenburg-Vorpommern) werden angehende Crewmitglieder von Luxusschiffen
für Notfälle an Bord geschult. In dem einwöchigen Kurs sollen die knapp 20
Teilnehmer lernen, sich selbstbewusst Gefahren zu stellen und die Ruhe zu
bewahren. Seit rund zwei Jahren bietet das Aus- und Fortbildungszentrum
Schifffahrt und Hafen (AFZ) in Rostock diese Sicherheitsgrundausbildung an,
die mit dem Rostocker Kreuzfahrtunternehmen Aida Cruises konzipiert wurde.
Inzwischen kommen dafür Teilnehmer aus ganz Europa an die Ostsee. Die
meisten der jährlich rund 800 Absolventen haben vorher noch nie etwas mit
Schifffahrt zu tun gehabt, erklärt Christian Isernhagen vom AFZ. "Viele
denken, sie können an Bord einfach den Job weitermachen, den sie an Land
gemacht haben." Doch jeder Seemann - und dazu zählen eben auch die
Dienstleister an Bord - müsse im Notfall mit anpacken und sich laut Gesetz
entsprechend vorbereiten. Am ersten Tag werden die jungen Leute gleich ins
Feuer geschickt - und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.
Im
Brandübungscontainer werden alle möglichen Brände simuliert, die auf einem
Schiff ausbrechen können, und die Kursteilnehmer müssen sie löschen. Am
zweiten Tag steht ein besonderer Nervenkitzel auf dem Programm: Die ganze
Gruppe stürzt sich mit dem so genannten Freifallboot sieben Meter in die
Tiefe.
Der
Respekt steht den Teilnehmern ins Gesicht geschrieben. "Solche Rettungsboote
gibt es zwar auf Kreuzfahrtschiffen nicht, aber diese Übung stärkt das
Teamgefühl", sagt Ausbilder Reinhard Hänsel.
Das
geschlossene Boot hängt mit dem Bug schräg nach unten an einem Haken.
Dann
saust es hinab und taucht tief ins Wasser ein. Anschließend dreht jeder
Teilnehmer eine Runde am Steuer durch das Hafenbecken. Die anderen
versuchen, mit Stangen Rettungsringe an Bord zu holen, die Schiffbrüchige
simulieren. Beim Training im Überlebensanzug müssen sich die Crewmitglieder,
die später vielleicht durch die Karibik oder andere warme Gewässer kreuzen,
in der eiskalten Ostsee bewegen.
Dabei lernen sie, wie sie sich vor dem Auskühlen schützen, sich bemerkbar
machen oder von einem Hubschrauber gerettet werden. Dass die realistische
Grundausbildung nötig ist, sehen die Teilnehmer ein, auch wenn sie 260 Euro
für den Kurs aus eigener Tasche zahlen müssen.
Ungebrochene Reiselust
15.
03.2007 (Finanznachrichten)
Die
Internationale Tourismus-Börse ITB 2007 in Berlin ist von Veranstaltern und
Ausstellern trotz der Klimadebatte als voller Erfolg gewertet worden. Mit
mehr als 177.000 Gästen vermeldete die Messe einen neuen Rekord. Die
Aussteller konnten an den 5 Tagen Abschlüsse von mehr als 5 Mrd. € tätigen.
Es sieht so aus, als ließen sich die Verbraucher die Reiselust nicht
austreiben.
Trotz
aller Kriege, Terroranschläge und Umweltkatastrophen erwartet die Branche
weltweit ein anhaltendes Wachstum. Kernbotschaft war: Die Deutschen halten
trotz der Klimaveränderungen an ihren Urlaubsplänen fest. Marktforscher und
Branchenexperten gehen sogar von steigender Reiselust aus.
Was
aber machen die Reisenden in diesem Jahr am liebsten: Sie machen entweder
eine Städtereise oder unternehmen eine Kreuzfahrt. 2006 hatten erstmals mehr
als 1 Mio. Bundesbürger eine Kreuzfahrt gebucht. Kreuzfahrten liegen zurzeit
absolut im Trend und sind auch nicht mehr nur etwas für die ältere
Generation. Das durchschnittliche Alter heutiger Kreuzfahrtgäste liegt
bereits weit unter 50 Jahren. Aufgrund der großen Nachfrage werden immer
mehr Kreuzfahrtschiffe mit noch größeren Kapazitäten in den Dienst gestellt.
Inzwischen gibt es fast 300 Kreuzfahrtschiffe weltweit, die unzählige Routen
anbieten. Das führt zu einem immer größeren Wettbewerb, die Preise sinken.
Die Reisen werden immer erschwinglicher.
Im
Augenblick können wir hier sicher noch auf weiteres Wachstum setzen, aber
ich sehe den Zeitpunkt, an dem der Markt gesättigt sein wird, in nicht mehr
all zu weiter Ferne.
Die
Deutschen wollen Meer
08.03.2007 (abl/ddp/Reuters)
Deckstuhl, Sonne und Cocktails - die Deutschen entdecken ihre Lust aufs
Meer. Erstmals hat im letzten Jahr die Zahl der Kreuzfahrtpassagiere die
Millionengrenze überschritten. Karibik, Mittelmeer und nordische Länder sind
der Renner.
Berlin
- Das Gefühl von Luxus, die Rundumbetreuung und interessante Landgänge -
Deutsche buchen zunehmend den Urlaub auf hoher See. Im vergangenen Jahr
seien erstmals mehr als eine Million Passagiere begrüßt worden, sagte
Michael Thamm vom Deutschen Reiseverband (DRV) auf der Internationalen
Tourismusbörse (ITB) in Berlin.
Auf
Hochsee-Kreuzfahrten waren es rund 705.000 Reisende, bei Fluss-Kreuzfahrten
etwa 310.000, geht aus der DRV-Branchenanalyse "Der Kreuzfahrtenmarkt
Deutschland 2006" hervor. Für die Studie wurden 14 nationale und 23
internationale Anbieter von Hochsee- sowie 22 Anbieter von
Fluss-Kreuzfahrten befragt.
Kreuzfahrt in Norwegen: Die Deutschen Über zehn Prozent mehr Passagiere auf
Hochseefahrten
Die
Entwicklungen in den beiden Segmenten verliefen durchaus unterschiedlich.
Bei Hochsee-Kreuzfahrten stieg der Umsatz den Angaben zufolge um 11,2
Prozent auf 1,36 Milliarden Euro und die Passagierzahl um 10,3 Prozent. Der
durchschnittliche Reisepreis erhöhte sich erstmals seit vier Jahren um 0,8
Prozent auf 1928 Euro.
Hauptreiseziele waren das Mittelmeer, nordische Länder und die Karibik. Für
2007 erwarte er wiederum ein zehnprozentiges Wachstum, sagte Thamm, der
Vorsitzender des DRV-Ausschusses Schifffahrt und Präsident von AIDA Cruises
ist.
Aida
macht Kreuzfahrturlaub erschwinglich.
Der
Kreuzfahrtmarkt ist seit Jahren weltweit eine der am stärksten wachsenden
Sparten der Touristik. Insbesondere die Marke Aida machte die früher als
Luxusurlaub angesehenen Touren mit größeren Schiffen auch für
Durchschnittsverdiener bezahlbar.
Nach
langem Zögern will im kommenden Jahr auch Europas größter Reisekonzern TUI
in Deutschland mit einer eigenen Marke "TUI Cruises" in das
Kreuzfahrt-Massengeschäft einsteigen.
Derzeit laufen die Gespräche zur Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens
mit dem Weltmarktführer Carnival. Damit beteiligt sich TUI auch an dessen
deutscher Tochter Aida.
Der
Einstieg ist mit fünf Prozent geplant. Der Anteil soll dann bis 2010 auf 25
Prozent wachsen.
Das
erste Schiff von TUI Cruises mit 3000 Betten soll 2010 vom Stapel laufen.
Bislang betreibt TUI in Deutschland mit seiner Tochter Hapag-Lloyd vier
Luxus-Kreuzfahrtschiffe. Die britische TUI-Tochter Thomson Cruises fährt
bereits mit fünf größeren Kreuzfahrtschiffen.
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